Die Angst, anzuecken

Viele Menschen haben Angst davor, sie selbst zu sein — nicht nur in der Liebe, sondern überall dort, wo andere zuschauen. In der Familie, im Job, im Freundeskreis. Oft wurde einem irgendwann signalisiert, man ist zu viel — oder vielleicht auch zu wenig. Man bekommt das Gefühl, nie ganz zu passen, immer ein Stück fehl am Platz zu sein.

Und irgendwann sieht man sich in einem Muster gefangen, in dem man sich selbst nicht mehr hat. In dem man eine Version angenommen hat, die auf möglichst wenig Widerstand stößt, mit der möglichst viele leben können — um ja nicht anzuecken. Man macht sich kleiner, als man wirklich ist, nur damit sich andere wohler fühlen.

Die wichtige Frage dahinter ist: Woher kommt diese Gewohnheit? Und was würde sich ändern, wenn wir damit aufhören — wenn wir aufhören, es allen recht machen zu wollen, und einfach so sind, wie wir sind? Wenn wir aufhören, ständig Rücksicht auf das Unbehagen anderer zu nehmen, und es stattdessen einfach stehen lassen, anstatt es ständig zu umgehen?


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert